Empfehlungen zur Verarbeitung von TFD Bodenfliesen, PVC-Streifen und -Fliesen.
Kontrolle und Vorbehandlung des Untergrunds
 
Die Kontrolle
Der Unterboden muss dauerhaft trocken, flach und sauber sein, wie dies in DIN 18365 vorgeschrieben wird. Außerdem muss der Unterboden druck- und zugfest sein. Wenn der Unterboden diesen Anforderungen nicht entspricht, wenden Sie sich bitte an eine fachkundige Stelle oder an Herrn R.A. Toonen von TFD Floor Tile BV, der unter der Telefonnummer +31 (0)6-26900345 zu erreichen ist.
Häufig gehörte Mängel oder Problemstellen in Bezug auf den Unterboden sind:
•  Große Unebenheiten im Fußboden.
•  Risse im Fußboden.
•  Die Druckfestigkeit des Fußbodens ist mangelhaft.
•  Die Oberfläche ist zu porös.
•  Es liegen Dilatationsfugen vor. Dann müssen gegebenenfalls Spezialprofile eingesetzt werden, damit der Fußbodenbelag genau passt.
•  Ist der Fußboden durch z. B. Öl, Wachs, Lack, Leim- und Farbreste usw. stark verunreinigt?
•  Liegen nicht gewünschte Niveauunterschiede bei der Verbindung zu anderen Räumen vor?
•  Liegen die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen in dem Raum/den Räumen, in dem/denen gearbeitet werden soll, innerhalb der Norm?
•  Überprüfen Sie bei einer Fußbodenheizung bitte, ob die Vorschriften zum Einschalten der Fußbodenheizung vorliegen und ob diese Auflagen bisher beachtet wurden. Eine unrichtige Temperatur des Fußbodens kann weitreichende Folgen für Sie haben.
•  Der Unterboden ist wohl oder nicht selbsttragend, aber die Lüftung reicht nicht aus.
•  Nicht selbsttragende Fußböden, die auf Geländehöhe oder darunter liegen.
•  Nicht selbsttragende Fußböden unter der Geländehöhe und im Grundwasser.
•  Selbsttragende Fußböden mit fehlender oder mangelhafter Lüftung.
 
Der Untergrund
Wenn ein bleibend trockener, rissfreier, sauberer, zug- und druckfester, flacher Fußboden vorliegt, kann die Arbeit ohne weitere Bedenken aufgenommen werden. Prüfen Sie die Härte der Deckschicht des Bodens vorher bitte mit einem harten und scharfen Gegenstand. Auf einer Oberfläche von ca. 100 cm² in einem Abstand von ca. 1 cm ritzen Sie horizontale und vertikale Linien. Wenn die Deckschicht innerhalb der eingezeichneten Vierecke, die ca. 1 cm² groß sind, nicht beschädigt wird, kann davon ausgegangen werden, dass eine ausreichende Härte vorliegt.
Unter MDF oder einem anderen schwimmenden Holzboden (z. B. Jumpax) muss eine mindestens 150 Mu dicke PE-Folie verlegt werden.
Industriefußböden können erst nach einer speziellen Vorbehandlung (z. B. vorbearbeiten und glätten) verleimt werden. Lassen Sie sich zu diesem Punkt bitte von Ihrem Lieferanten für Kleber und Glättungsmittel beraten.
 
Der Feuchtigkeitsgehalt im Fußboden
Alle Fußböden außer Gussasphalt haben einen maximal zulässigen Prozentwert für das Feuchtigkeitsgewicht.
Alle Unterböden benötigen nach dem Schütten eine gewisse Zeit zum Trocknen, bevor ein Fußbodenbelag problemlos verarbeitet werden kann. Die Trocknungszeit hängt von Faktoren wie der Dicke der Konstruktion, der Witterung, den Heizmöglichkeiten, der Lüftung usw. ab. Wenn der Prozentsatz an Feuchtigkeit im Unterboden den zulässigen Prozentwert übersteigt, ist der Unterboden für die Anbringung eines dampfdichten Fußbodenbelags darauf nicht geeignet.
Überzeugen Sie sich bitte in allen Fällen, welche Situation im gegebenen Fall vorliegt, z. B. wurde eine dampfdichte Folie zwischen dem Konstruktionsfußboden und dem Fußbodenabschluss verlegt? Es ist wichtig, das der Feuchtigkeitsanteil im Rahmen der zulässigen Normen liegt. Noch viel wichtiger ist es, dass man sich davon überzeugt, dass der Feuchtigkeitsanteil im Fußboden im Rahmen der Norm liegt.
Konstruktionen für eine Fußbodenheizung müssen so angefertigt werden, dass auch dabei ausgeschlossen wird, dass es zu einer Feuchtigkeitsbewegung aus dem Fußboden oder angrenzenden Räumen nach oben kommen kann.
Vor der Verarbeitung muss immer der Feuchtigkeitsgehalt im Fußboden gemessen werden, sodass die Menge der Feuchtigkeit zulässig für die Art des Unterbodens ist. Wenden Sie sich im Zweifelsfalle bitte an einen Sachverständigen.
 
Ein zuverlässiges Hilfsmittel zur Feststellung des Feuchtigkeitsanteils ist das CM-Gerät. Die Messwerte müssen dem Auftraggeber schriftlich bestätigt werden.
 
Hinweis: Bei Böden mit Fußbodenheizung dürfen - zur Vermeidung von Beschädigungen an der Heizungsinstallation - keine Verfahren zur Feuchtigkeitsmessung angewendet werden, bei denen es erforderlich ist, Löcher zu hacken (z. B. mit einem CM-Gerät). Bei einer Fußbodenheizung liegen im Allgemeinen die Einschaltvorschriften oder ein sogenanntes "Aufheizprotokoll" vor. Wenn dies beachtet wird, erübrigt sich eine Feuchtigkeitsmessung. 
 
Die Zusammenstellung des  Unterbodens  Der zulässige Feuchtigkeitsgehalt für die Verarbeitung von PVC-Teppichboden, gemessen mit dem CM-Gerät. 
Sand/Zement < 2,5%
Anhydrit 0,3 á 0,5% 
Magnesit < 0,3%
Kaltbitumen

< 2% 

 Die Vorbereitung des Estrichs
Im Prinzip muss jede Art von Estrich VORBEHANDELT UND GEGLÄTTET werden, weil schon die kleinste Unebenheit auf der Oberfläche später sichtbar ist, wenn man das Glätten unterlässt.

Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Lieferanten für Leim- und Glättungsmittel. Vorbehandlungs- und Glättungsmittel müssen gemäß den Verarbeitungsvorschriften des Herstellers verwendet werden. Sie müssen so aufgetragen werden, dass sie am Untergrund haften und sich dauerhaft damit verbinden, nicht einreißen und ausreichend druckfest sein. Die Glättungsdicke für eine rollende Belastung muss mindestens 2 mm betragen. Ein dichter, nicht saugender Untergrund muss bei der Verwendung von Dispersionskleber ausreichend dick geglättet werden (mindestens 2 mm).
Nach dem Ausgleichen die Bodenränder an den Wänden und Übergängen wegschneiden. Dies gilt ebenfalls für das noch herausragende Isolationsmaterial und die Schutzfolie.
 
Installationsbedingungen
•  Umgebungstemperatur mindestens 18° C.
•  Temperatur Unterboden mindestens 15° C.
•  Relative Luftfeuchtigkeit höchstens 70 %.
•  Nicht nur die Umgebung muss eine Mindesttemperatur von 18° C aufweisen, sondern auch der Fußbodenbelag selbst sowie auch die Vorbehandlungs- und Klebemittel.
•  Bei der Messung des Feuchtigkeitsanteils muss geprüft werden, ob der Fußboden eine einheitliche Dicke aufweist, weil das Trocknen bei einer höheren Schichtdicke länger dauert.
•  Es müssen optimale Trocknungsbedingungen gewährleistet sein.
•  Die Vorbehandlungsmittel mit einem Roller, nicht mit einem Wischer auftragen. 
 
Allgemeine Hinweise zur Verarbeitung von TFD Floor Tilde PVC Fußbodenbelag
 
Überprüfung des Untergrunds
Prüfen Sie immer, ob der Fußboden dauerhaft trocken, rissfrei, sauber, flach sowie zug- und druckfest ist.
 
Lagerung
Es muss darauf geachtet werden, dass das Material immer auf einem flachen Untergrund liegt. Wenn das Material nämlich nicht waagerecht gelagert wird, kann dies zu Problemen bei der Verarbeitung führen.
 
Die Kontrolle des Materials, das verarbeitet werden soll
Der Fußbodenbelag wird vor dem Verlassen des Werks einer eingehenden Kontrolle unterzogen, sodass ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden kann. Trotzdem lassen sich mögliche Mängel nicht völlig ausschließen. Kontrollieren Sie daher vor der Verarbeitung das Material immer in Bezug auf sichtbare Mängel. Mögliche Beanstandungen können nur bei einer diesbezüglichen Mitteilung vor Beginn der Verarbeitung bearbeitet werden. Nach der Verarbeitung können ausschließlich Beanstandungen aufgrund zu Beginn verborgener Mängel bearbeitet werden. Die auf unserer Rechnung bezeichneten Angaben wie Rechnungs- und Auftragsnummer müssen für die Bearbeitung von Beanstandungen angegeben werden.
 
Verlegeplan
Für eine optimale Verteilung der Flächen und möglichst geringe Schnittverluste sollte eine Schlagleine gespannt werden, die auf das Format der Streifen bzw. Fliesen, die verarbeitet werden sollen, abgestimmt ist. Es wird empfohlen, zunächst eine Arbeitszeichnung zu erstellen, wie die Streifen bzw. Fliesen in dem betreffenden Raum verlegt werden sollen.
 
Das Entspannen des Materials und die Klimabedingungen bei der Verarbeitung.
 
Damit das Material genügend Zeit zum Entspannen erhält, müssen die Streifen bzw. Fliesen mindestens 24 Stunden in dem Raum, in dem sie verarbeitet werden sollen, gelagert werden, damit sie sich an den Raum und die Temperatur anpassen können. Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt bei ca. 18° C, während die Luftfeuchtigkeit einen Wert von 70 % nicht übersteigen darf. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, wirkt sich dies auf die Verarbeitung aus. Das Material passt sich nämlich an die Temperatur in dem Raum, in dem gearbeitet werden soll, an. Zu niedrige Temperaturen bzw. eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führen dazu, dass sich das Material schlechter verarbeiten lässt und der Kleber kaum bindet. Direkte Sonneneinstrahlung sollte - auf jeden Fall bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kleber vollständig gebunden ist - vermieden werden.
Wenn das Material auf MDF oder einem anderen schwimmenden Unterboden aus Holz (z. B. Jumpax) verlegt wird, muss dieser mindestens sieben Stunden im Voraus verlegt worden sein, bevor mit dem Verarbeiten und Verkleben des TFD Floor Tile’s PVC Fußbodenbelags angefangen wird.
 
Farbunterschiede vermeiden
In jedem Raum darf ausschließlich Material aus derselben Charge verarbeitet werden.
 
Die Verarbeitung
Als Kleber wird die Verwendung von speziell für PVC hergestellten Klebstoffen empfohlen. Diese Informationen sind beim Klebstoffhersteller erhältlich.  Es wird die Verwendung von 540 von Eurocol oder von unserem firmeneigenen TFD-Klebstoff empfohlen.
 
Fußbodenheizung
Es muss darauf geachtet werden, dass die Fußbodenheizung vor der Anbringung des Fußbodenbelags und der beschriebenen Arbeiten mindestens 24 Stunden vorher ausgeschaltet wurde. Mindestens 24 Stunden nach der Anbringung des Fußbodenbelags kann die Fußbodenheizung in Schritten von jeweils 5 °C am Tag wieder eingeschaltet werden. Beim Eingang und in Räumen, in denen davon ausgegangen wird, dass die Temperatur und/oder die Feuchtigkeitsmenge höher ist, wird empfohlen, einen Polyurethanklebstoff (feuchtigkeits- und temperaturbeständig) zu verwenden.
 
Der Kleber muss mit der vorgeschriebenen Verzahnung (A 2) aufgetragen werden.
 
Der Fußbodenbelag wird - je nach Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit - nach einer Öffnungszeit von 15 bis 20 Minuten angebracht. Beim Verleimen darf man nicht auf den gerade verleimten Fußbodenbelag kommen oder darauf laufen, weil er sich sonst auf dem feuchten Kleber verschieben könnte. Nach ca. 20 Minuten wird der Fußbodenbelag sorgfältig gewalzt und nach ca. 30 Minuten wird der Vorgang noch einmal wiederholt.
 
Beim Verlegen von MDF auf einem anderen schwimmenden Unterboden aus Holz (z. B. Jumpax) muss bei den Streifen bzw. Fliesen Platz für die Fußleiste gelassen werden. Damit die Streifen bzw. Fliesen vor allem bei MDF oder einem anderen schwimmenden Unterboden aus Holz (z. B. Jumpax) auf der gesamten Bodenfläche zum richtigen Zeitpunkt auf dem Kleber verlegt werden, wird empfohlen, mit zwei Personen zu arbeiten.
 
Denken Sie bitte auch an die Klimabedingungen und die Temperatur in dem betreffenden Raum. Die Vorschriften beruhen auf allgemein üblichen Umständen. Eine optimale Klebeleistung wird erreicht, wenn sich anhand von Versuchen hat feststellen lassen, dass der Kleber ca. 80 % der Oberfläche an der Unterseite des Fußbodenbelags erreicht hat.
 
Die Kanten von TFD Floor Tile’s PVC Fußbodenbelag werden je nach Art und Typ gefräst. Die Nähte können nicht geschweißt werden.
 
Zum Entfernen von Klebstoffflecken dürfen niemals Lösungsmittel verwendet werden. Klebstoffflecken müssen umgehend mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Eingetrocknete Klebstoffflecken lassen sich mit Wasser und Seife (ggf. auch mithilfe eines Fliegenschwamms) entfernen.
 
Allgemeine Richtlinien zur Fußbodenheizung:
  • Das System der Fußbodenheizung muss gemäß den Vorschriften des Lieferanten angebracht werden. Eine unsachgemäß installierte Fußbodenheizung kann die Ursache sein, wenn sich die Fußbodendeckschicht ablöst bzw. der Fußbodenbelag verformt.
  • Schäden bei der Fußbodenausführung bzw. an den Leitungen der Fußbodenheizung aufgrund einer unsachgemäßen Installation, durch die sich eine schlechte oder keine Deckung bei den Deckschichten erzielen lässt, unterliegen nicht der Haftung des Installateurs des Fußbodenbelags sowie dessen Zulieferer.
  • Mindestens 28 Tage nach Anbringung der Deckschicht kann das Wasser der Fußbodenheizung allmählich in Schritten von höchstens 5° C am Tag erwärmt werden.
  • Im Anschluss muss dafür gesorgt werden, dass die Fußbodenheizung für einen Zeitraum von 14 Tagen ständig eingeschaltet ist, damit sich der Fußboden setzen kann und es möglich wird, dass die verbleibende, restliche Feuchtigkeit aus dem Fußboden verdampfen kann.
  • Mindestens 24 Stunden vor der Anbringung der Deckschicht/des Fußbodenbelags muss die Fußbodenheizung ausgeschaltet werden.
  • Mindestens 24 Stunden nach der Anbringung der Deckschicht/des Fußbodenbelags wird die Fußbodenheizung wieder eingeschaltet und die Wassertemperatur in Schritten von höchstens 5° C am Tag erhöht.
 
BKA
Die obenstehenden Richtlinien gelten ebenfalls, wenn in der Fußbodenkonstruktion ein sogenanntes BKA-System (Betonkernaktivierung) angebracht wurde und damit eine von außen abhängige Temperaturregelung verwendet wird. Dabei schwankt die Temperatur zwischen 17° C und 28 ° C. Ein anderes System besteht daraus, dass eine gleichbleibende Temperatur von 22° C verwendet wird.
Wenn die betreffenden Fußböden mit diesem System ausgerüstet sind, sind keine Vorsorgemaßnahmen erforderlich.
 
BKA
BKA ist die Abkürzung für Betonkernaktivierung, also die thermische Bauteilaktivierung. Dies ist ein innovatives Klimatisierungssystem, das in Zweckbauten für die Heizung und Kühlung eingesetzt werden kann. In der Mitte der Betonfußböden werden flexible Leitungen eingefügt, durch die Wasser mit einer gleichbleibenden Temperatur gepumpt wird. Die Energie dabei stammt zum Großteil aus dem Erdboden. Im Sommer wird das relativ kühle Grundwasser durch die Rohre bzw. zu der Luftaufbereitungsanlage geführt; dabei wird es durch den wärmeren Fußboden aufgewärmt, bis es an einer anderen Stelle wieder in das Erdreich zurückgeführt wird. Im Winter wird das Wasser wieder hochgepumpt und im Anschluss über eine Wärmepumpe wieder mit einer höheren Temperatur durch die Leitungen gepumpt wird, sodass das Gebäude erwärmt wird.
DIN EN 12667:2001 Diese Norm wird für unsere TFD-Fußböden angewendet.
Für 2 mm lautet der Wert 0,021 kW.
Für 3 mm lautet der Wert 0,041 kW.
 
Vorgang für das Aufwärmen und Abkühlen
Dieser Vorgang für das Aufwärmen und Abkühlen sollte am besten mehrmals durchgeführt werden, bevor ein Fußbodenbelag oder eine -ausführung (Kunststofffußboden, Fliesen, Platten, Parkett, Laminat, Marmoleum usw.) angebracht wird.
 
Unter einer Fußbodenheizung wird bei diesem Vorgang für das Aufwärmen und Abkühlen eine Wärmeleitung verstanden, die in einem Fußboden integriert ist. Der Fußboden über der Wasserleitung muss mindestens 25 mm dick sein.
 
In einem Estrich, in dem eine Fußbodenheizung aufgenommen wurde, kann es durch thermische Längenveränderungen zur Rissbildung kommen. Damit diese Risiko weitestgehend beschränkt wird, ist es erforderlich, die Fußbodenheizung langsam und gleichmäßig auf die gewünschte Temperatur einzustellen. In diesem Zusammenhang wird empfohlen, den Vorgang für das Aufwärmen und Abkühlen zu beachten.
 
Bei einem Vorgang für das Aufwärmen und Abkühlen wird von der Wassertemperatur der Fußbodenheizung und nicht von einer möglichen Thermostattemperatur in dem betreffenden Raum ausgegangen. Es wird empfohlen, den Prozess fortzusetzen, bis die Wassertemperatur bei höchstens 40 °C liegt. Im Allgemeinen gilt, dass das Wasser nicht wärmer als höchstens 40 °C werden darf. Installationsfirmen geben manchmal auch 55 °C als Höchsttemperatur an, die jedoch zu einem erheblich höheren Risiko der Rissbildung und Ablösung führt. Wenn nicht unbedingt erforderlich ist, dass ein Wert von 55 °C erreicht wird, sollte beim Vorgang zum Aufheizen ein Wert von 40 °C gewählt werden. Höher als 55 °C darf dieser Wert keinesfalls liegen, weil die Gefahr von Schäden dann erheblich höher ist. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Deckschicht ihre Endstärke mehr oder weniger erreicht hat. Deshalb sollten zementgebundene Estriche am besten erst nach 28 Tagen aufgeheizt werden sollten. Bei mit Kalziumsulfat gebundenen Estrichen kann dies - je nach der Mörtelqualität - auch ein wenig früher erfolgen. Kalziumsulfat verfügt nämlich über eine höhere interne Biegefestigkeit.
 
Es lässt sich nicht genau sagen, wie viel früher, denn dies hängt völlig davon ab, unter welchen Umständen der Fußboden getrocknet ist. Als Faustregel gilt, dass der Kalziumsulfatfußboden nicht mehr als 3 % Feuchtigkeit enthalten darf. Dies muss anhand eines Kalziumkarbid-Messgeräts bestimmt werden.
 
Hinweis:
Risse entstehen im Allgemeinen nicht in der Aufheizphase, sondern in der Abkühlphase. Diese Phase ist somit letztendlich noch wichtiger als die Aufheizphase. Deshalb muss auch beim Abkühlen die richtige Geschwindigkeit beachtet werden.
 
·      Mit einer Wassertemperatur anfangen, die 5 °C über der Umgebungstemperatur im betreffenden Raum liegt. Die Wassertemperatur muss an der Heizung abgelesen werden.
·      Die Wassertemperatur alle 24 Stunden (oder länger) um 5 °C erhöhen, bis die praktische, maximale Wassertemperatur von 40 °C erreicht wurde (siehe auch den Hinweis oben).
·      Die maximale Wassertemperatur mindestens 24 Stunden lang stabil auf 40 °C belassen.
·      Im Anschluss die Wassertemperatur alle 24 Stunden um 5 °C absenken, bis die Ausgangstemperatur wieder erreicht wurde. Es kommt immer häufiger vor, dass eine Fußbodenheizung auch zum Kühlen verwendet wird. Bei so einem System ist es wichtig (ganz besonders im Sommer bei hohen Temperaturen), dass der Abkühlvorgang fortgesetzt wird, bis die Mindesttemperatur bei dem Heiz- und Kühlelement 15 °C beträgt.
·      Wenn genügend Zeit verfügbar ist, muss dieser Vorgang mehrmals durchgeführt werden.
·      Es ist sinnvoll, diese Informationen zum Aufheizen/Abkühlen für eine einwandfreie Verwendung nach der Abnahme auch dem (End-)Verbraucher bereitzustellen. Der Vorgang für das Aufwärmen und Abkühlen muss auch nach einem längeren Stillstand der Fußbodenheizung beachtet werden.